Rennbericht nach 12 Stunden Wettkampfzeit:
An den Ironman Weltmeisterschaften in Kona konnte nur Stefan Riesen vom ewz power team mit dem 16. Rang mithalten. Natascha Badmann stürzte und musste das Rennen aufgeben.
Der Tag begann für die Schweizer Athleten gut. Mathias Hecht und Ronnie Schildknecht (beide vom ewz power team) kamen mit den ersten zwei Spitzengruppen aus dem Wasser. Hecht war bis Kilometer 50 auch in den Top Five, als er eine Vierminutenstrafe absitzen musste. Schildknecht war nach der Hälfte des Rennens „leer“. „Ich hatte absolut keine Kraft mehr in den Beinen", so sein Fazit nach dem Rennen. Er ging noch auf die Laufstrecke, gab aber nach einigen Kilometern auf. Mathias Hecht kam als 12. auf die Laufstrecke, musste jedoch das Rennen ebenfalls nach wenigen Kilometern aufgeben. „Die alte Verletzung im Bein machte ein Laufen unmöglich. Beim Ironman Switzerland in Zürich konnte ich diese Entzündung im Griff halten, hier ging’s leider nicht mehr", so Hecht unmittelbar nach dem Rennen. Mit seiner guten Schwimm- und Radzeit bewies Hecht allerdings, dass er durchaus mit der Ironman-Weltspitze mithalten kann. Stefan Riesen erreichte mit einer guten Radzeit und einem schnellen Marathon den 16. Rang. Mit der Totalzeit von 8:38:35 verpasste er die Top 10 um weniger als drei Minuten.
Noch schlimmer erging es Natascha Badmann. Die sechsfache Ironman-Weltmeisterin stürzte schon nach wenigen Kilometern fürchterlich. Badmann übersah einen Strassenkegel und brach sich eines oder beide Schlüsselbeine (noch unbestätigte Aussage des Veranstalters). Nach dem Sturz stieg sie jedoch noch einmal auf ihr Fahrrad. Ein mitfahrender Kameramann berichtete: „Sie wollte unbedingt wieder aufs Rad steigen und weiterfahren – und das trotz grossen Schmerzen!“ Ihr Trainer und Lebenspartner Toni Hasler nahm sie später aus dem Rennen.
Die Favoriten aus Deutschland, Normann Stadler (Aufgabe noch vor dem Wendepunkt in Hawi) und Faris al Sultan (startete nicht) kämpften am Vortag mit Magenproblemen. „Die ganze Nacht durch musste ich erbrechen und konnte im Rennen keine Nahrung zu mir nehmen", meinte der schwer enttäusche zweifache Ironman-Sieger Normann Stadler.
Den Ironman 2007 gewann der Australier Chris McCormack. Er konnte dank seiner ausgezeichneten Laufzeit von 2.42.02 seinen grossen Traum endlich erfüllen. Zweiter wurde der Ironman 70.3 Weltmeister Craig Alexander, der damit in Kona das „Aussie-Fest“ komplettierte. Dritter wurde der Däne Torbjorn Sindballe, der seinen dritten Platz mit der schnellsten Radzeit sicherstellte.
Bei den Frauen gewann überraschend die Engländerin Chrissie Wellington, die diesen Sieg ihrem 101-jährigen Grossvater widmete. Erstaunlich ist der Sieg der 30-jährigen auch deshalb, weil das erst ihr zweiter Ironman war. Als Zweite kam die Amerikanerin Samantha McGlone vor ihrer Landsfrau Kate Major ins Ziel.
IRONMAN Weltmeisterschaften in Kona, Big Island, Hawaii
Männer: 1. Chris McCormack (AUS) 8:15:34 2. Craig Alexander (AUS) 8:19:04 3. Torbjorn Sindballe (DNK) 8:21:30 4. Timothy DeBoom (USA) 8:22:30 5. Marino Vanhoenacker (BEL) 8:23:31 6. Chris Lieto (USA) 8:25:49 7. Eneko Llanos (ESP) 8:26:00 8. Luc Van Lierde (BEL) 8:30:01 9. Michael Lovato (USA) 8:33:28 10. Patrick Vernay (NCL) 8:35:10
Die ersten Drei Schweizer Männer overall: 19. Stefan Riesen 8:38:35 (16. MPRO) 39. Raphael Wyss 9:06:25 (1. M18-24) 49. Zamboni, Andrea 09:11:32 (5. M35-39)
Frauen: 1. Chrissie Wellington (GBR) 9:08:45 2. Samantha McGlone (USA) 9:14:04 3. Kate Major (USA)9:19:13 4. Joanna Lawn (NZL) 9:26:47 5. Rebecca Preston (AUS) 9:26:55 6. Rebekah Keat (AUS) 9:27:19 7. Dede Griesbauer (USA) 9:33:34 8. Leanda Cave (GBR) 9:36:10 9. Belinda Granger (AUS) 9:37:54 10. Erika Csomor (HUN) 9:39:47
Die ersten Drei Schweizer Frauen overall: 696. Ernst, Simone 10:47:33 (8. F25-29) 951. Niederberger, Brigitte 11:20:36 (31. F30-34) 964. Schaller, Alexandra 11:22:14 (20. F25-29)
In folgendem Download finden Sie die Rangliste overall aller Schweizer Athleten. Mehr Informationen finden Sie unter www.ironman.com.
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